Rosenblüten rund um die Cascina Cerea

Rosenblüten rund um die Cascina Cerea

Blühende Rosen, wohin ich auch schaue. Sie gedeihen hier prächtig und blühen in einer unglaublichen Vielfalt und Fülle. Kein Haus ohne Rose, die Sorten mag nur der Spezialist zu erkennen, doch das ist auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass sie nach einem langen Winter und einem verregneten Frühjahr Lust auf den Sommer machen.

So schön kann der Winter sein

Blick über den verschneiten Balcone di Langhe

Nach zwei Tagen Schneegestöber verwöhnt uns die Sonne wieder. Die klare Luft schenkt uns herrliche Ausblicke bis zu den Viertausendern der Westalpen. Im tiefen Schnee finden wir die Spuren von Rehen und Wildschweinen. Mit gefütterten Stiefeln stapfen wir durch die weisse Pracht, die Hunde versinken fast bis zum Hals. Wo gearbeitet wird schafft Jens mit dem Traktor die Schneemassen weg. Drinnen ist es schon warm: Die Fussbodenheizung funktioniert bereits. Berge von Holz frisst unser Heizkessel, die Solarmodule auf dem Scheunendach steuern ein paar Wärmegrade bei. Trotzdem hoffen wir, dass es bald Frühling wird. Wir wollen noch viele Rosen und Lavendelbüsche pflanzen!

Nette Gäste, frohe Feste und viel Arbeit: Sommer 2012

Jens beim Entspannen auf der Aussichtsbank

Ob einen Abstecher auf der Durchreise in andere Gefilde, ob zum vierwöchigen Arbeitseinsatz: Auch in diesem Jahr hatten wir wieder viele interessante und schöne Begegnungen mit Menschen, die teilhaben an unserem Projekt. Von manchen wissen wir, dass sie uns in Gedanken begleiten, andere scheuten keine Mühen um uns bei der Arbeit zu helfen. Es herrscht also ein guter Geist über allem was wir tun denn ohne so viele fleissige Hände wären wir noch immer nicht fertig. Natürlich fehlt noch manches im Detail, aber jetzt ist das Ende in der Bauphase in Sicht und nächstes Jahr ab Ostern werden die ersten Gäste bei uns Urlaub machen.

Festtag in Rocca Cigliè

Fresko in der Kapelle

Restaurierte Fresken, Endspiel der Fussball-Europameisterschaft und klassische spanische Musik: eine spannende Mischung für einen einzigartigen Abend in Rocca Cigliè. Jahrelang wurde die ehemalige Pfarrkirche der Gemeinde saniert. Alte Fresken wurden restauriert, der Turm vorm Einsturz bewahrt. Eine notwendige Massnahme, grenzt doch unmittelbar der Friedhof an. Und wie immer gibt es bei solchen Anlässen einen Gottesdienst, zahlreiche Ansprachen von Bürgermeister und anderen Offiziellen aus der ganzen Region, sowie eine “Erfrischung” danach: Häppchen und Wein.

Doch damit nicht genug: Im alten Backofen hatten fleissige Helfer des Ortsvereins Pizza gebacken, Vorspeisenteller und Kuchen gerichtet, Gael und Brutto verkauften eigenen Schafskäse und eine Riesenleinwand wurde an Teresas Haus plaziert. Public Viewing auf Italienisch. Doch schon in der Halbzeit war vielen klar: Das geht nicht gut aus. Zeit also für einen Caffè im Circolo oben im Dorf.

Als sich Nacht barmherzig über die enttäuschten Tifosi legte folgte das spettacolo unter dem Sarazenenturm. Espana mio amor: klassische spanische Musik mit Gitarre, Querflöte, Klavier und Gesang. Und da liessen sich zahlreiche Besucher von der stimmungsvollen Atmosphäre verzaubern. Erst ein Gewitter nach Mitternacht beschloss abrupt diesen ereignisreichen Tag.