Das Vorhaben

In der Alta Langa, im Süden der Region Piemont, auf 600 Metern Höhe und mit herrlichem Blick auf den ganzen Westalpenbogen restaurieren wir ein 300 Jahre altes Anwesen. Dort schaffen wir für uns einen Platz zum Leben und für Gäste vier Ferienwohnungen, die sowohl der Historie des Gebäudes als auch zeitgemäßem Komfort gerecht werden. Die eigene Kapelle, der große Innenhof und ein Gewölbekeller bieten Platz und Gelegenheit für gemeinsame Veranstaltungen.

Auf unserem gut sechs Hektar grossen Gelände werden Nüsse und Wein, Obstbäume und Gemüse, Kräuter und Beeren, Lavendel und Rosen wachsen. In unserer „cantina“ verkaufen wir dann die Erzeugnisse aus eigenem biologischen Anbau. Doch noch ist der Weg das Ziel: Im Sommer 2013 wollen wir unseren Traum verwirklicht haben und mit dem Vermieten der Ferienwohnungen beginnen. Wer möchte kann hier sehen und lesen, wie die Arbeit auf unserer Baustelle voranschreitet.

Wir freuen uns darauf

Jens Fessmann und Gabi Schneider

Kontakt:

Jens Fessmann + Gabi Schneider
Cascina Cerea
IT-12060 Rocca Cigliè
Cell. 00 39 / 34 66 12 39 73
Tel. 00 39 / 01 74 78 50 11
Email info@cascina-cerea.com

Gästebuch

Über Kommentare, Anregungen, Ermutigungen freuen wir uns und für Kritik sind wir offen.
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Cascina Cerea im Schnee

10. Februar 2012

 

Der Februar hat es dieses Jahr in sich: Während wir noch im Januar in der Sonne schwitzten und die Arbeiten an unseren Mauern stetig weitergegangen sind ist jetzt frieren angesagt. Jens ist nach wie vor jeden Tag auf der Baustelle. Er hat sich alle wichtigen Zugänge freigeschaufelt und verlegt jetzt im Innern Stromkabel, zieht die Zwischendecken ein und baut Ständerwände. Meine Aufgabe ist es, die Via Roma zu heizen – das Abfallholz von der Baustelle brennt wie Zunder und entsprechend oft muss ich mit den vollen Holzkörben treppauf treppab laufen. Das ist mindestens so anstrengend wie mauern! Die Hunde finden den Schnee natürlich klasse. Sie toben und fangen Schneebälle und sind mal wieder richtig sauber. Keine Stinkehunde mehr! Noch bis Mitte Februar soll es nachts so kalt bleiben, doch dann geht es aufwärts mit den Temperaturen und wenn der Schnee weg ist bin ich sicher, dass bereits die ersten Veilchen ihre Blüten öffnen.

 

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Menschen 2011

10. Dezember 2011

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Anno 2011

09. Dezember 2011

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es wird Zeit, Bilanz zu ziehen. Wir haben viel geschafft, das ist das Wichtigste. Noch immer haben wir allerdings “viel zu tun” wie Albert Fessmann uns immer wieder in Erinnerung ruft. Doch wir sind schon froh, dass jetzt unser Dach komplett fertig ist. Die alten Ziegel sehen wunderschön aus, wurden sie doch mit Hingabe von unserem Dachdeckermeister Bernd gesägt, plaziert und eingemörtelt. Voraussetzung war natürlich die perfekte Zimmermannsarbeit von Dieter und Johannes, die mit den nicht vorhandenen rechten Winkeln und parallelen Grundmauern bravourös fertig geworden sind.

Von aussen noch zu sehen ist das neue, beziehungsweise restaurierte Naturstein-Mauerwerk. Sehr kräftezehrend und zeitaufwendig suchen, behauen und setzen wir die alten Steine von den abgebrochenen Mauern in ein Kalk-Sand-Wasser-Gemisch. Mit dieser Arbeit sind wir noch lange beschäftigt.

Innen hat sich Jens Vater Albert der Heizungs- Wasser- und Solarinstallation angenommen. Vom Heizraum, unserem keinen Kraftwerk aus, schafft er sich leitungsmässig von Bad zu Bad. Auch er ist ein ordentliches Stück weiter. Den Startschuss setzten die beiden Installateure Andi und Volker genau nach den Plänen von Mama Ute Fessmann. Die kann sowas, Gott sei Dank.

Schliesslich haben wir ein komplett neues Bauwerk errichtet, die Scheune: Raum für unsere beiden Lamborghinis (Traktoren), den Bagger und alle landwirtschaftlichen Geräte, die ein coltivatore diretti halt so braucht. Ausserdem findet dort Jens’ Schreinerei ein neues Zuhause und im Obergeschoss werden seine Antiquitäten eingelagert.

Die Rohbauarbeiten sind also jetzt alle abgeschlossen und wir warten auf schlechtes Wetter, um mit dem Innenausbau weiterzumachen. Auch dort ist schon ein Teil geschafft, immer wenn es regnet, geht es innen weiter!

Auch in diesem Jahr hatten wir wieder sehr schöne und intensive Begegnungen mit Menschen, die unser Projekt mit ihrem Engagement tatkräftig für ein paar Tage oder Wochen begleitet haben.

Jetzt freuen wir uns erst einmal auf ein paar erholsame Tage in Deutschland, auf unsere Lieben, die wir sehr vermissen und dann natürlich auf ein erfolgreiches nächstes Jahr.

 

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Cotto vecchio

21. Oktober 2011

336 Jahre alt

 

336 Jahre alt!

Einen Schatz haben wir vergeblich gesucht: Nichts Wertvolles fand sich hinter zugemauerten Fenstern und Türen. Kein Geheimgang tat sich auf nur ein paar handgeschmiedete Nägel konnten wir finden. Auch Napoleon hat auf der Durchreise nichts bei uns zurückgelassen.

Doch letzte Woche hatte unserer Maurer den Hammer schon in der Hand und wollte im ältesten Teil der Cascina Cerea einen alten Ziegel raushauen. Gott sei Dank hatte er gut aufgepasst: So wurde der  handsignierte Ziegel „Carlo 1675“ gerade noch gerettet und es  kommt ein bisschen Licht in die dunkle, fast vergessene Geschichte unserer Cascina.

Belegt ist die Einweihung der Kapelle 1736, da passt der Ziegel zeitlich zur Entstehung des Hauses. Also war wohl erst das Haus und dann die Kirche!

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Herbst im Piemont

18. Oktober 2011

Das sind die Helden der Fiera Nazionale del Marrone: Die Männer in den blauen T-Shirts, die am offenen Feuer Esskastanien rösten. Sie schwenken die braunen Früchte in schweren Eisenkörben an langen Holzstangen über der Glut. Vor dem Kassenhäuschen bilden sich lange Schlangen für eine Tüte dieser heissen Maroni. Fast jeder Besucher des Festes pult mit rußigen Fingern die Schalen von den heissen, weichen Kastanien.

Die Menschen drängen sich durch die Strassen: Es ist ein schöner Herbsttag, Sonntag, und in der Innenstadt  reiht sich ein Marktstand an den anderen. Vor allem Schuhe sind vertreten. Auf dem grössten Platz – Piazza Galimberti – stehen die weissen Zelte der Direktvermarkter aus der Region. Hier kann alles probiert werden, was hier wächst oder produziert wird: Süssigkeiten und Käse, Wein und Brot, Maismehl für Polenta, Salami, Trüffel, Honig, Obst und Pilze. Dazwischen wird getanzt. Sie tanzen gern, die Piemontesen. Zum einen ihre alten, okzitanischen Volkstänze zur Musik mit historischen Instrumenten, aber auch latein-amerikanisch oder Polka oder Walzer nach der Ansage eines DJs…. Und es tanzt jeder, spontan mischen sich die Menschen unter die Tanzenden, junge, alte – es ist sehr schön, sehr ernst, fast feierlich.

Vier Tage geht das Fest, begleitet von einem kulturellen Programm in den Kirchen und Palazzi der Stadt. Cuneo ist die Provinzhauptstadt unserer Region mit schönen Passagen, restaurierten Jugendstilhäusern, engen Gassen und grossen Plätzen. Auch ohne Fiera lohnt sich ein Besuch.

Mehr über dieses Fest unter www.marrone.net

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